die Kunst des Denkens
Metaphysik — Kybernetik — Philosophie
Bewusstsein
»Bewusstsein« ist eine Manifestierung sowie Objektivierung von »Bewusstmachen«.
Die Frage nach »Bewusstsein« und »Bewusstmachen« ist einerseits eine Frage nach »bewusst« und andererseits eine Frage nach »sein« (englisch: be) und »machen« (englisch: do).
»bewusst« ist das Pendant von "unbewusst", auch "unterbewusst" genannt. Das Präfix "be-" ist eine Verkürzung von "bei" und zu verstehen als "re-" im Verständnis einer Richtung. Synonyme von "bei" sind "an" und "in" sowie "zu" und "hin". "be-" steht im Bezug von "werden" im Verständnis von "Richtung". »bewusst« ist ein gerichtetes "wissen". Die Richtung ist in/an sich selbst gerichtet, in dem Verständnis, dass das Wissen auf sich selbst bezogen (gerichtet) ist. Es geht also nicht um das Wissen von irgendetwas, sondern um das Wissen von Wissen.
Der Unterschied in »Wissen« und »Nichtwissen« ist bezogen auf das Beobachten von Wahrnehmung. Nur die beobachtbare Wahrnehmung ist bewusst.
»sein« (lateinisch: esse) ist im Grunde ein "es" im Unterschied zu "ich" und "du". "es" ist ein weiteres "ich" sowie ein anderes "du". »es« steht im Bezug zu "Wesen", jedoch nicht als Objekt, sondern als Subjekt. »es« ist ein anderes/weiteres Subjekt, ein anderer/weiterer Geist.
Dieses »es« (Wesen) und folglich »sein« wird jedoch wegen der weitverbreiteten und manifestierten Gleichsetzung von Genus und Sexus zugunsten von Sexus als Manifestierung von "Geist" (Subjekt) als "Körper" (Objekt) verstanden.
Bewusstsein = Bewusst-Wesen.
»sein« ist kein Substantiv und somit kein Objekt (Identität) wie »Sein«. Es ist zu unterscheiden zwischen »bewusst sein« als eine Tätigkeit (Verhalten) und »bewusstes Sein« als eine Objektivierung der Tätigkeit zu einer Identität. »sein« ist diesbezüglich gleichbedeutend mit »werden«.
»machen« (tun) ist als Tätigkeitswort im Grunde "bewegen" und somit Geist (beweglich) anstatt Körper (formbar). »machen« ist in diesem Bezug gleichbedeutend mit »werden«.
Bewusstmachen = Bewusst-werden.
»Bewusstsein« ist im Grunde ein »Bewusstmachen«, das eine Aktivität sowie Tätigkeit ist.
Bewusstsein = Identität.
Bewusstmachen = Verhalten.
»Bewusstmachen« ist das Beobachten von bewusster Wahrnehmung. Ein Resümieren (nachdenken) über das Beobachtete hat ein Beobachten von Beobachten zur Folge. Dadurch wird die Tätigkeit zu »Bewusstsein« manifestiert. »Bewusstsein« inkludiert in gewisser Weise ein Gewissen — wissen, was getan wird.