die Kunst des Denkens
Metaphysik — Kybernetik — Philosophie
Leben nach dem Tod
Für eine Erklärung sowie Beschreibung eines »Leben nach dem Tod« sind grundlegende Verständnisse erforderlich.
Dem Menschen ist die Fähigkeit eigen sein eigenes Tun zu beobachten und zudem dieses Beobachten zu beobachten. Der Mensch macht sich sein eigenes Tun somit bewusst, womit ihm sein Tun bewusst wird und bewusst ist. Dieses Bewusstmachen wird — in der Erkenntnis der Manifestation dieser Fähigkeit — »Bewusstsein« genannt. Der Mensch ist sich dessen also permanent bewusst. Nach einigen Forschungsergebnissen soll dies nicht immer so gewesen sein und ist eventuell auch heute noch nicht in jeder Situation so, sowie allgemein nicht in voller Tiefgründigkeit im Bezug auf die möglichen Langzeit-Auswirkungen von Handlungen.
Die bewusste Wahrnehmung ist ein Beobachten erster Ordnung (Kybernetik). Diese wird einerseits unterschieden von der unbewussten Wahrnehmung, sowie vom Beobachten des Beobachtens bewusster Wahrnehmung (Beobachten von Beobachten), das ein Beobachten zweiter Ordnung (Kybernetik) ist. Der Mensch weiß was er tut, da er dies bewusst beobachtet, sowie dieses Beobachten bewusst beobachtet.
»Wahrnehmung« basiert auf Ästhetik durch Wahrnehmung von Muster (Pattern).
»Realität« ist nur ein im Gehirn berechnetes Abbild des Universums durch Wahrnehmung. Dies ist unter anderem an der Rotsehschwäche auszumachen, bei der davon betroffenen Personen die Lichtwellen im Spektrum der Farbe Rot nicht genügend wahrnehmen und diese folglich im Gehirn nicht zur mentalen Darstellung der Farbe Rot berechnet werden. »Realität« ist nur eine mentale Darstellung des bewusst wahrnehmbaren Universums für eine mentale (geistige) Vorstellung des Universums. »Wirklichkeit« inkludiert zudem das unbewusst wahrnehmbare Universum.
»Sprache« bildet aus der Realität und Wirklichkeit Wörter zur innerlichen und interpersonellen Kommunikation. Wörter werden nicht in den Stimmbändern, sondern im Sprachzentrum des Gehirns gebildet. Die Bildung von Wörtern ist nicht bewusst wahrnehmbar. Dadurch ist das Sprachzentrum vor bewusster Manipulation geschützt. Mittels Etymologie wird den Wörtern auf den Grund gegangen, während mittels Semantik die Abschweifungen des Verständnisses der Wörter erforscht werden.
Das Modell der Sprache basiert sowohl auf den mentalen Darstellungen, die auf der bewussten Wahrnehmung basieren, als auch auf der unbewussten Wahrnehmung. Das Modell der Sprache unterscheidet einerseits in der Dualität von Genus und Sexus, sowie andererseits in der Trinität von Maskulinum (maskulin), Femininum (feminin) und Neutrum (neutral). Die Dualität ist abgeleitet von der Dualitiät von Körper & Geist. Die Trinität ist abgeleitet von der Trinität von:
- greifen = Körper = maskulin.
- begreifen = Geist = feminin.
- unbegreiflich = »nicht« = neutral.
Die Dualität und Trinität ist von der Wahrnehmung und der mentalen Darstellung sowie mentalen Vorstellung abgeleitet. Von diesen sind weitere Dualitäten und Trinitäten abgeleitet. Eine dieses Thema betreffende ist die Unterscheidung in Eigentum und Eigenschaft.
- Körper = Eigentum = Identität.
- Geist = Eigenschaft = Verhalten (Charakter).
»Identität« ist eine Manifestierung von »Verhalten«, ebenso wie »Bewusstsein« eine Manifestierung von »Bewusstmachen« ist.
Ein »Leben nach dem Tod« betrifft den Körper nur insoweit, als dass der Körper in seine Einzelteile zerfällt, jedoch der Zerfall der Einzelteile (Atome) bei diesem Thema nicht inkludiert ist. Aus neuen Zusammensetzungen der Atome entsteht möglicherweise ein neues Lebewesen mit der Fähigkeit des Beobachtens von Beobachten und somit mit Bewusstsein.
Ein »Leben nach dem Tod« betrifft den Geist im Verständnis von Geist als Eigenschaft. Ein Mensch ist eine Zusammensetzung aus verschiedenen Eigenschaften. Eigenschaften sind ebenso wie die DNA vererbbar.
»Eigenschaften« werden mit Eigenschaftswörtern (Adjektive) beschrieben, die Wortbildungen aus der Wahrnehmung von Wirkungen sind, die wiederum auf Bewegungen und dem Erkennen von Mustern basieren. Eigenschaften sind im Grunde Bewegungen. Tätigkeitswörter (Verben) sind eine Beschreibung von komplexen Bewegungsabläufen, die ebenso Bewegung sind.
»Geist« basiert auf Bewegungen, die mit Eigenschaften benannt werden. »Körper« basiert auf der Manifestierung (Form) von Bewegungen, die mit Substantiven benannt werden. Substantive sind Substantivierungen, die Objektivierungen sind.
»Eigenarten« (von Lebewesen) sind komplexe Bewegungsabläufe, die mit Eigenschaftswörtern kommuniziert werden. Das kann sowohl die Anatomie als auch Verhaltensangewohnheiten betreffen.
Ein »Leben nach dem Tod« betrifft sowohl die (körperlichen) Atome als auch die (geistigen) Eigenschaften.
Eigenschaften sind sowohl familiär als auch sozial ererbbar und vererbbar. Jeder Mensch und jede Person ist eine Zusammensetzung aus Eigenschaften. Diese sind ihm nur temporär während seiner Lebenszeit "eigen", jedoch nicht so eigen, dass diese verändert werden könnten. Sie können nur angeeignet oder abgeeignet werden und sind keines Lebewesens Eigentum. Sie sind wenn dann allgemeines Eigentum. Sie sind jedoch nicht Eigentum, sondern Eigenschaft.
Hier entsteht die Frage nach dem Besitz (Eigentum) von Eigenschaften. Besitzt ein Körper Eigenschaften oder besitzen Eigenschaften einen Körper? Eigenschaften "besetzen" einen Körper, bzw. ergeben Eigenschaften (die Illusion von) einem Körper (Pattern).
Die gegenwärtige Wissenschaft geht im Materialismus davon aus, dass sich Eigenschaft (Subjekt) aus Eigentum (Objekt) ergibt. Eine andere Denkweise geht davon aus, dass Eigenschaft (Subjekt) und nicht Eigentum (Objekt) die Basis des Universums ist.
Körper & Geist sind eine Einheit. Zwar ist Körper im Grunde Geist, aber Geist ergibt Körper. Körper ist die illusorische Manifestierung von Geist, die mittels dem Erkennen von Muster (Pattern) wahrgenommen wird. Geist ist Bewegung. Bewegung ergibt Muster (Körper). Das Chaos wird als Bewegung ohne Muster verstanden. Der Mensch erkennt jedoch in allem Muster, sogar an den zufällig am Himmel verteilten Sternen und somit im Chaos, das er sodann Kosmos (Kosmetik) nennt. Unordnung ist nur eine Sichtweise.
Wird also Körper (Eigentum, Identität) von Geist (Eigenschaft, Verhalten) getrennt, geht auch Geist verloren, jedoch nur im Zusammenhang mit diesem Körper. Die Eigenschaften (Eigenarten) eines Körpers sind auch in anderen Körpern existent. Sie sind nicht von einem individuellen Körper abhängig, sondern autonom von "individuell", jedoch nicht allgemein autonom, da sie Körper "ergeben".
Körperliche und geistige Eigenschaften werden durch Adaption vererbt. Entweder, indem die DNA vom Original (Erzeugern), oder indem Verhalten von anderen Personen adaptiert wird. Die vererbten körperlichen Eigenschaften sind an Körperformen erkennbar (sieht aus wie die Mutter / der Vater). Die vererbten geistigen Eigenschaften sind am Verhalten erkennbar (das hast du von deiner Mutter / deinem Vater / deinen Freunden adaptiert). Geistige Eigenschaften sind auch sozial vererbbar, wie über das Verhalten von Freunden und Idolen. Dem Verhalten des Idols Jesus Christus eifert eine weltweite Religionsgemeinschaft nach. Es betrifft jedoch nicht nur solches Verhalten, sondern auch simple und komplexe Bewegungsabläufe, wie eine Gangart und eine Sprechweise, sowie im Weiteren auch Denkweisen.
Es existiert ein »Leben nach dem Tod«, jedoch nicht so wie es sich die meisten vorstellen. Weder der individuelle Körper noch der individuelle Geist überlebt den Tod. Die Identität und das Ich geht verloren. Ein »Leben nach dem Tod« betrifft nur die Eigenschaften (Eigenarten), die nicht nur einem Individuum, sondern mehreren eigen, sowie vererbbar und ererbbar sind.
Eine Besonderheit stellt das Phänomen der Depersonalisation dar. Dabei nehmen Personen wahr, dass eine andere Person ihre Person übernimmt. Wobei das Original der betroffenen Person nicht vollkommen verdrängt, sondern dieses Phänomen in und von der betroffenen Person beobachtet wird. Bei einem Depersonalisierungserleben wird bewusst wahrgenommen und beobachtet, wie Eigenschaften, die an anderen Personen wahrgenommen und beobachtet werden, komplett übernommen (adaptiert) werden und die eigenen verdrängen. Ein Depersonalisierungserleben ist sozusagen das Erleben des Lebens einer anderen, eventuell sogar schon toten Person, was für die andere/tote Person, die dies weder wahrnimmt noch erlebt — dieser also nicht bewusst ist — , ein Leben nach dem Tod darstellt.
Sie, ja exakt Sie sind gemeint, leben in anderen Personen und vielleicht sogar Tieren weiter, die Ihr Verhalten (Eigenschaften) adaptieren — ob Sie das wollen oder nicht. Sie können diesbezüglich nur dahingehend beruhigt werden, dass Sie dies nicht bewusst erleben. Denn ihr "bewusst" stirbt mit Ihnen.
Bei einem »Leben nach dem Tod« kommt die Ethik zum Zug, da gute Eigenschaften weiterleben und schlechte Eigenschaften aussterben sollen. Dies wird mit Erziehung und Kultivierung erreicht.