metaphi

die Kunst des Denkens

Metaphysik — Kybernetik — Philosophie

Hesiod & Thales

Der Lyriker Hesiod erzählt in seiner Theogonie vom Beginn der Welt und dem Anfang der Götter. Theogonie, altgriechisch: Θεογονία (Theogonía) = Genealogie der Götter. Theo, altgriechisch: θεός (theós) = Gott Gonie, altgriechisch: γονή (gonḗ) = Generation. Hesiod lebte vor 700 vor unserer Zeitrechnung. Nach Hesiod war Chaos bevor alles entstand. Als erstes "wurde" Gaia, mit weiter Brust, aller Sitz und immer sicher. altgriechisch: "ἦ τοι μὲν πρώτιστα Χάος γένετ', αὐτὰρ ἔπειτα Γαῖ' εὐρύστερνος, πάντων ἕδος ἀσφαλὲς αἰεὶ" Transkript: "e toi men prótista Chaos genet', autắr épeita Gaî' eurústernos, pántōn hédos āsphalés aieí." Die "weite Brust", altgriechisch: εὐρύστερνος – ευρύς (eurús) = weit, στέρνο (stérno) = Brust(bein), ist vermutlich ein weiter Brustkorb und kann als große Lunge im Verständnis von Atem verstanden werden. Dies kann wiederum mit vielem weiteren, wie Ausdauer und Lebenskraft verstanden werden. Als "Atem" wäre Gaia in der Trinität der antiken Mythologie vergleichbar mit Ziz (Luft). Die allgemeine Assoziation von Hesiods Gaia ist allerdings "Erde" und im speziellen das Gebirge Olymp — Sitz der Götter — in Griechenland. Gaia als "Atem" ist demnach nicht vergleichbar mit Ziz (Luft) in der Trinität der antiken Mythologie. Gaia gebar Uranos (Himmel) und Pontos (Meer) sowie Eros (Begierde). Auch Uranos ist demnach nicht vergleichbar mit Ziz (Luft) in der Trinität der antiken Mythologie. Das Chaos (altgriechisch: χάος) ist als die Materie (Matter, Geist) zu verstehen, aus der alles wird. Auch von daher ist Gaia und Uranos nicht Ziz (Luft) in der Trinität der antiken Mythologie. Gaia als "Atem" ist eher vergleichbar mit dem indischen Prana (Atem). Die Genealogie der Götter von Hesiod soll Thales von Milet (624-544 vor unserer Zeitrechnung) dazu angeregt haben nach dem Ursprung des Kosmos zu forschen. Kosmos, altgriechisch: κόσμος (kósmos) = Anordnung (siehe auch: Kosmetik). "Kosmos" kann im Verständnis des Anblicks des Sternenhimmels verstanden werden. Die Antwort von Thales von Milet lautet wie folgt: altgriechisch: "ἀρχὴν δὲ τῶν πάντων ὕδωρ ὑπεστήσατο, καὶ τὸν κόσμον ἔμψυχον καὶ δαιμόνων πλήρη." Transkript: "archēn de tōn pantōn hydōr upestī́sato, kai tὸn kósmon émpsychon kai daímonas plḗrē." wortwörtlich: "Werdung allerdings welche jedenfalls Wasser stehen unter, und der Kosmos beseelt demnach Dämonen komplett." Hesiod verwendete das altgriechische "ἀρχῆς" (archēs). Thales verwendete das altgriechische "ἀρχὴν" (archēn), das ebenso mit Beginn und Anfang übersetzt wird. Das altgriechische "ἀρχῆς" (archēs) und "ἀρχὴν" (archēn) wird zwar als Beginn und Anfang sowie Ursprung übersetzt und verstanden, kann aber auch vielbedeutender sein. Der altgriechische Wortstamm "ar" kann als "werden" (Werdung) verstanden werden. In der antiken altgriechischen Mythologie ist "Wasser" eine Metapher für "Geist" (»geistig«). "Dämonen" sind eine Metapher für tatsächlich »geistig« im Verständnis von Illusion. Eine viel tiefgründigere und allumfassender Bedeutung bekommt "ἀρχὴν" (archēn), wenn dies nicht nur als "Werdung", sondern als "Wesen" (wesentlich) und "Eigenschaft" des Universums verstanden wird. Daraus schlussfolgernd ist die Metapher "Wasser" die Eigenschaft und somit die Basis des Universums. Damit wäre die Erklärung von Thales im Einklang mit der Dualität der antiken altgriechischen Mythologie und »Geist« wäre als Metapher für "Wasser" die Basis des Universums. Behemot – Erde – Körper – Objekt – greifbar – formbar – maskulin. Leviathan – Wasser – Geist – Subjekt – begreifbar – beweglich – feminin. Ziz – Luft – geistiger Geist – »nicht« – neutral. In der Unterscheidung von wahrnehmbaren und nicht wahrnehmbaren Universum betrifft die Dualität das wahrnehmbare Universum, sowie die Trinität sowohl das wahrnehmbare als auch das nicht wahrnehmbare Universum als Alles und »nicht«. Ab um 550 vor unserer Zeitrechnung entstanden alle Religionen. Einige gingen aus vorherigen Philosophien und Okkulten hervor. Die Religionen basieren auf der Dualität und der Trinität der antiken Mythologie, die wiederum auf der Sprache basiert. Dualität: "Gott" / "Allah" = Geist. Trinität: "Gott" / "Allah" = »nicht«. Somit ist die Aussage von Thales folgende: Die Basis des Universums ist »geistig« und das Universum ist »illusorisch«. Die Basis des Universums ist »beweglich« und das Universum ist »bewegen«.
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