die Kunst des Denkens
Metaphysik — Kybernetik — Philosophie
Gender
Das englische Wort »Gender« ist gleich dem deutschen Wort »Genus«.
Die pauschalisierende Verwendung des Begriffs »Geschlecht« ist irreführend und führt zu einer falschen Denkweise. »Geschlecht« wird einerseits für das biologische Sexualorgan, also die körperliche Sexualität betreffend, verwendet, sowie andererseits synonym für den »Genus«, also die grammatische Generika. Das Resultat davon ist, dass »Genus« als »Sexus« verstanden wird.
englische Sprache:
- grammatic gender.
- social gender.
- natural gender (sex).
deutsche Sprache:
- grammtischer Genus.
- sozialer Genus.
- (natürlicher Genus) Sexus.
Wegen der pauschalisierenden Verwendung von »Geschlecht« wird Genus als Sexus verstanden. Das ist Grund für die allgegenwärtige Denkweise von "Genus = Sexus".
Genus = maskulin, feminin, neutral.
Sexus = männlich / weiblich.
Der Sexus wird fälschlicherweise durch die primären und sekundären Sexualorgane bestimmt, also durch die körperliche Anatomie, anstatt durch die Chromosomen (XX / XY / Chromosomen-Syndrome). Denn relevant ist nicht die chirurgisch modelierbare Anatomie, sondern ob die DNA das Wachstum von Testikel oder Eierstöcke präferiert, mit denen dann vieles weiter, wie die Hormone, zusammenhängen.
Durch die Gleichsetzung von Genus und Sexus wird maskulin zu männlich und feminin zu weiblich. Dies ergibt die typische Denkweise, dass Feminismus nur eine Angelegenheit von weiblichen Menschen wäre.
Während männlich und weiblich eine Angelegenheit der Chromosomen ist, ist maskulin und feminin eine Angelegenheit von Assoziationen. Assoziationen sind eine Vereinbarung zwischen kommunizierenden Personen.
maskulin: stark, mächtig, robust, ...
feminin: schwach, zart, sensibel, ...
Eine Gleichsetzung von Genus und Sexus ist fatal falsch.
Das Soziale ist in dieser Sichtweise nicht das Sexuelle. Es wird unterschieden in »sozial« und »sexuell«. Somit ist "sozialer Genus" (englisch: social gender) nicht Sexus, sondern Genus.
sozialer Genus: maskulin, feminin, neutral.
Das Soziale ist das Verhalten. Das Verhalten sind Eigenschaften (Geist).
Das Sexuelle ist die Identität. Die Identität ist Eigentum (Körper).
Davon abgesehen besteht eine Assoziation zwischen maskulin und männlich sowie feminin und weiblich. "männlich" wird assoziativ als "maskulin" und "weiblich" assoziativ als "feminin", jedoch nicht pauschal, sondern selektiv wahrnehmend, verstanden. Allerdings ist "maskulin" nicht assoziativ "männlich" und "feminin" nicht assoziativ "weiblich", bzw. nur in einer "Genus = Sexus" Denkweise.
Die Erotik ist eine Angelegenheit zwischen Körper & Geist. Der Geist lässt Körper erotisch wirken. Der Geist nimmt Körper erotisch wahr.
Ein Mensch kann nicht männlich und weiblich zugleich sein. Ein Wechsel der Chromosomen ist bisher nicht möglich. Einzig sind Bodymodifications möglich.
Die Eigenschaften "männlich" und "weiblich" sind keine sozialen Rollen.
Eine Person ist nie nur maskulin oder nur feminin. Eine Person ist immer sowohl maskulin, als auch feminin, sowie auch neutral. Was von diesen drei Eigenschaften in der gegenseitigen Wechselwirkung mehr zur Geltung kommt als das andere ist situationsabhängig sowie verhaltensbedingt und zudem in stetiger Veränderung. Es ist individuell sowie willkürlich, wobei die meisten auf die Willkürlichkeit verzichten, wodurch das Verhalten zu einer Identität manifestiert wird.
sexuell (körperlich): Mensch
sozial (geistig): Person.
Es bedarf einer Unterscheidung zwischen sozialen und sexuellen Begriffen.
deutsch
- sexuell (körperlich): Mann, Weib, männlich, weiblich.
- sozial (geistig): Herr, Frau, Dame, Junge, Mädchen, maskulin, feminin.
englisch:
- sexual (corporal): men, women, male, female.
- social (mental): sir, mister, miss, madame, lady, boy, girl, masculine, feminie.
Eine jede Person kann ein Herr oder eine Dame oder eine Frau sein. Dazu bedarf es keinerlei körperlicher oder hormoneller Veränderungen.
Das Movem "-in":
Eine Movierung ist beim sozialen Genus (maskulin, feminin) individuell möglich. Beim Sexus (männlich/weiblich) ist das Movem von den Chromosomen abhängig.
Es besteht allerdings eine Uneindeutigkeit bei der Verwendung von Wörtern, bei denen ein Movem genutzt werden kann. Es ist ohne weitere Informationen nicht ersichtlich, ob Genus oder Sexus verwendet wird. Hierbei wird das Ausmaß der Manifestierung von "Genus = Sexus" ersichtlich.
Meister - kann sowohl als Genus (maskulin) als auch Sexus (männlich) verstanden werden.
Meisterin - kann sowohl als Genus (feminin) als auch Sexus (weiblich) verstanden werden.
Es ist von daher erforderlich eine diesbezügliche Information zu kommunizieren, wenn nicht das gemeine "Genus = Sexus", also alles immer im Sexus, verstanden werden soll.
Im Sexus ist ein "Meister" ein männlicher Mensch, der im sozialen Genus eine sowohl maskuline als auch feminine Person sein kann.
Im Sexus ist eine "Meisterin" ein weiblicher Mensch, der im sozialen Genus eine sowohl maskuline als auch feminine Person sein kann.
Im sozialen Genus ist ein "Meister" eine maskuline Person, die im Sexus sowohl männlich als auch weiblich sein kann.
Im sozialen Genus ist eine "Meisterin" eine feminine Person, die im Sexus sowohl männlich als auch weiblich sein kann.
Im übrigen ist der Artikel (der, die, das) nicht fest an den Genus des Begriffs an sich gebunden, sondern an die Situation in der ein Begriff verwendet wird.
Die Frau ist schön. Frau = feminin (Geist).
Der Frau ein Geschenk machen. Frau = maskulin (Körper).
"ist schön" ist eine geistige (mentale) Angelegenheit.
"ein Geschenk machen" ist eine körperliche Angelegenheit, weil davon ausgegangen wird, dass ein Geschenk ein Objekt (Körper) ist.
Die Artikel nehmen ebenso wie die Generika bezug auf Körper, Geist oder »nicht«.
der = maskulin = greifbar = Körper = Objekt = Eigentum.
die = feminin = begreifbar = Geist = Subjekt = Eigenschaft.
das = neutral = unbegreifbar = »nicht«.
In der schwedischen und dänischen Sprache gibt es neben dem Neutrum noch das Utrum.
Neutrum: keins von beiden (maskulin, feminin).
Utrum: eins von beiden (maskulin, feminin).
Die Verwendung von "(m/w/d)" (männlich/weiblich/divers) ist sexuell.
Die Verwendung von Wortbinnenzeichen zum "gendern" wird allgemein als Sexus (männlich/weiblich) verstanden, obwohl diese auch als Genus verstanden werden könnte. Wortbinnenzeichen werden allgemein als sexuelles Gendern anstatt soziales Gendern verstanden und verwendet. Wortbinnenzeichen werden allgemein zur Unterscheidung in männlich und weiblich anstatt in maskulin und feminin verwendet.
Sozialer Genus (social Gender) betrifft die Sozialität.
Sexus (Sex) betrifft die Sexualität.
Social Gender ist kein Sexual Gender.
Das Gehirn ist nicht das soziale Sexualorgan.
Es ist eine Emanzipation der Sozialität von der Sexualität erforderlich!